Ersfeld, Rolf: Die Spur der Eiskristalle

Thriller

 

Die Journalisten Phil und Achim sind ungeklärten Frauenmorden auf der Spur. Obwohl zu anderer Zeit und an unterschiedlichen Orten entdeckt, haben die Opfer signifikante Gemeinsamkeiten: Aussehen, Verletzungen, Stirnzeichen in Form von Eiskristallen ... Lange gibt es keine konkreten Anhaltspunkte.

Plötzlich verschwindet Lola. Wurde sie Opfer brisanter Wirtschafts-Recherchen oder vom Frauenmörder entführt?

Während ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, ereignet sich der nächste Mord mit derselben brutalen Handschrift. Die gefährliche Suche nach dem Täter führt weit in die Vergangenheit zu Ereignissen, die mit den aktuellen nicht in Verbindung zu stehen scheinen und doch der Schlüssel zur unfassbaren Lösung sind.

Kann Lola gerettet werden?

 

 

zu Rolf Ersfeld

 

IL-Verlag, Basel, 2015

Softcover, 338 Seiten

ISBN/EAN: 9783906240183

 

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Neue Rezension von "Thrillertantes Bücherblog"


Mehr als der Klappentext hergibt, möchte ich zur Story nicht sagen. "Die Spur der Eiskristalle" hebt sich von gängigen Thrillern und Krimis insofern ab, dass den Leser hier zwei Romane in einem erwarten. Rolf Ersfeld gelingt es sowohl Liebesroman, als auch knallharten Thriller zu vereinen. Die Sprache, in der der Roman verfasst ist, hat mich sehr überrascht. Spannung. Liebe und Dramatik wechseln sich hier in einem äußerst bildhaften Schreibstil ab. Brutale Morde und einfühlsam gezeichnete Liebesszenen, in denen die Erotik auch nicht zu kurz kommt, haben mich den Roman sehr gerne lesen lassen. Rolf Ersfeld baut geschickt einige Wendungen ein, sodass man möglichst schnell wissen möchte, wie es dem Autoren gelingt, die Story aufzulösen und dann auch nicht enttäuscht wird. Sehr gerne habe ich mitgerätselt und diesen etwas anderen Thriller, der sich vom gängigen Klischee abhebt, gelesen. Auch die Protagonisten sind allesamt sehr gut beschrieben und so war es mir möglich, mich gut in die Figuren hineinzuversetzen. Sehr erfrischend fand ich, dass man mit den Liebesszenen auch mal etwas von den Morden abgelenkt wird. So kam ich zu dem Schluß, dass Rolf Ersfeld wohl ein sehr vielschichtiger Autor ist, von dem ich gerne mehr lesen möchte. So liegt bei mir auch schon "Balthasars Hände" bereit, den ich schnellstmöglich genießen werde. Wer anspruchsvolle Thriller mit Tiefgang mag und sich mit Liebesromanelementen anfreunden kann , sei "Die Spur der Eiskristalle" absolut ans Herz gelegt.

Bericht aus dem Trierischen Volksfreund, 13.05.2015

Hochspannung, aber mit Tiefgang (Trier)

Zwei Journalisten sind ungeklärten Frauenmorden auf der Spur, als plötzlich auch eine Kollegin verschwindet. Erstmals hat der Trierer Autor Rolf Ersfeld einen Thriller geschrieben, wobei er in "Spur der Eiskristalle" auch wieder tief in das Seelenleben seiner Protagonisten eintaucht.

Autor Rolf Ersfeld mit seinem Thriller „Die Spur der Eiskristalle“. TV-Foto: Dorothee Quaré Foto: Dorothee Quaré (DQ) ("TV-Upload Quar?"
Autor Rolf Ersfeld mit seinem Thriller „Die Spur der Eiskristalle“. TV-Foto: Dorothee Quaré Foto: Dorothee Quaré (DQ) ("TV-Upload Quar?"


Trier. Das neue Jahrtausend wollte sie noch erleben, die einstmals schöne Frau Stahl - doch ein Treppensturz macht ihrem Leben ein jähes Ende. Oder hat da jemand nachgeholfen? Und wieso blieb von der jungen Schneiderin Margot nur eine bis zur Unkenntlichkeit verbrannte Leiche? Man ahnt es: Ein Serientäter ist am Werk.

 

Falsche Fährten

Als ein schlaksiger Typ mit Fischaugen die schöne Lola verschleppt, meint man, diesen entlarvt zu haben - doch so leicht macht es Rolf Ersfeld seinen Lesern nicht: Der wahre Täter offenbart sich erst sehr viel später im Verlauf des 338-seitigen Romans.

Mit "Die Spur der Eiskristalle" hat der frühere Trierer Geschäftsführer einer Wirtschaftsinstitution seinen ersten Thriller vorgelegt. "Ich wollte gerne etwas Neues ausprobieren", sagt Ersfeld, der seit 2011 fünf Gesellschaftsromane veröffentlicht hat und Gründungsmitglied des Vereins Literatur-on-tour Saar-Hunsrück ist. "Jedes Buch hat ein spezifisches Thema und spielt in einem anderen Milieu."

So sind die Protagonisten diesmal Journalisten beim Tageblatt Westfalenfreund in Münster. Erneut vertieft sich der Autor genussvoll in das Spiel mit der Sprache und die abgründigen Seelenlandschaften seiner Figuren.

Da ist Phil, ein sanfter Naturbursche aus bescheidenen Verhältnissen, der um seine geliebte Lola bangen muss. Achim, sein Rivale um ihre Gunst, litt unter einem dominanten Vater und einer psychisch kranken Mutter. Auch die zarte Elli ist reich, aber lieblos aufgewachsen, was ihr zum Verhängnis wird.

Ersfelds Figuren begegnen sich in vielfältigen Verstrickungen, versuchen ihres Glückes Schmied zu sein und erliegen doch immer wieder schicksalhaften Wendungen - und eigenen Schwächen. "Ich wollte nicht einfach einen Krimi schreiben. Der Schwerpunkt sollte auf psychologischen Gesichtspunkten liegen." Dafür hat Ersfeld zahlreiche Gespräche geführt, auch mit Fachleuten. "Selbst scheinbar unbedeutende Handlungshinweise oder Details in den Charakterbeschreibungen ergeben einen Sinn, gehen am Ende auf wie eine mathematische Gleichung - nichts ist zufällig."

Krimis lese er gar nicht oft, sagt Ersfeld. "Es ist doch viel schöner, eine Landschaft oder eine Liebesszene zu beschreiben, als in Blut zu baden." Die ein oder andere grausame Szene kann Ersfeld dem Leser dennoch nicht ersparen.

"Die Spur der Eiskristalle" ist ein packender Thriller um einen Ritualmörder, dem es nicht gelingt, die eigenen Dämonen zu besiegen. Gleichzeitig besticht das Werk durch die präzise Zeichnung der Personen und die reiche Lebenserfahrung, die man dahinter spürt. DQ

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