Wieland, Georges: Absturz

Erzählungen

 

... Eine Bergtour mit dem testamentarisch verfügten Ziel, die Asche des verstorbenen Vaters auszustreuen, gerät zum Desaster – Abbild einer brüchigen Vater-Sohn Beziehung (in „Absturz“). Die Liebschaften eines Umgetriebenen zu drei unterschiedlichen Frauen nehmen ein abruptes Ende („Evangelos“). Das Lebenskonzept eines Rechtschaffenen misslingt („Ich scheitere, also bin ich“). Auf einer Ferienreise mit seinem Partner steht der Protagonist nach einem Zerwürfnis plötzlich ohne Geld und Dokument da und muss sich als ein moderner Landstörzer durchschlagen, eine ‚road story‘ („Mein Freund Alfons“). Ein Vorleser, der seinen eigenen Text einer staunenden Zuhörerschaft zumutet, erlebt einen verstörenden Abbruch („Ein Vorleseabend“). Ein von seinem Thema besessener Geschichtslehrerkandidat erwürgt, nach einem grandiosen Reinfall einer Probelektion, eine

Schülerin („Geschichtslektion“) ...

Mit den hier vorliegenden Kurzgeschichten, erzählt Georges Wieland dem Leser ironisch tiefgründige Geschichten, die ebenso unterhaltsam sind, wie sie nachdenklich stimmen.

Nach seinen drei Romanen, „Das Vorhaben“, „Tod am Sihlquai“ und „Schweigen in Biederdorf “, legt nun Georges Wieland seine Erzählungen vor. Mit feiner Ironie beschreibt er das ,Scheitern‘ oder das ,Ankommen im Ungewissen‘ seiner Helden, Situationen, die er dem realen Leben abschaut und in anschaulichen Geschichten nachbildet und gestaltet, „ein reines Lesevergnügen“.

Werner Morlang

 

zu Georges Wieland

 

IL-Verlag 2017

Paperback mit Klappen, 252 S.

ISBN: 978-3-906240-61-9

 

 

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Buchvernissage im sogar theater, Josefstrasse 106, Zürich

Gegen siebzig Personen fanden sich am Samstagabend, 11. November, 20:00 Uhr, zur Buchvernissage von Georges Wieland im sogar theater an der Josef Strasse 106 in Zürich ein. Die stimmige Atmosphäre des Kleintheaters liess die Besucher und Besucherinnen gespannt auf den Auftritt vom Autor des Erzählbandes "Absturz" warten. Nach einer kurzen Ansprache des Verlegers des IL-Verlages, Basel, stieg der rethorisch geschulte Autor auf die Bühne und nahm den ihn gebührenden Platz im Rampenlicht ein. Er hatte sich dazu entschieden eine ganze Erzählung aus dem Buch "Absturz" vorzulesen. Dazu wählte er eine seiner liebsten Erzählungen: Geschichtslektion. Georges Wieland offenbarte, dass er nicht nur schriftstellerische sondern auch schauspielerische Fähigkeiten hat und inszenierte den Text sprachlich so anschaulich, dass ein Einmanntheater dies kaum besser hätte auf die Bühne bringen können. Gebannt lauschten die überraschten Zuhörerinnen und Zuhörer der ad absurdum geführten Erzählung einer Geschichtsstunde, welche der Protagonist über die Entdeckung Amerikas als Probelektion halten musste. Der von seiner Mutter überbehütete angehende Geschichtslehrer wehrte sich standhaft gegen die verführerische Ausstrahlung einer am Fensterplatz sitzenden attraktiven Schülerin. So nahm die Geschichte in der Geschichte der Geschichtslektion ihren Verlauf ... die Experten beurteilten den Vortrag als ungenügend und den von der Weiblichkeit des jungen Mädchens aufgewühlte Lehrer-Aspirant trieb es dahin, hinter Büschen auf dem Weg zum Gymnasium auf das Mädchen zu warten, das er dann kurzerhand mit dem feinseidenen Halstuch erwürgte, welches ihm seine Mutter fürsorglich umgebunden hatte. So brachte er das Mädchen unwiderruflich in seinen Besitz  - immerhin ermöglichte es ihm diese Tat, sich aus der Gefangenschaft, in der ihn seine Mutter hielt, zu befreien und sich in die Gefangenschaft des Untersuchungsgefängnisses zu begeben. Das war der Preis. Diese tragikomische Geschichte voller Ironie und Sarkasmen fesselte die Zuhörer und der spontane, langanhaltende Applaus war für den Schriftsteller und Schauspieler, Georges Wieland, ein wohlverdienter Lohn.

Der vorzüglich vorbereitete und präsentierte Apéro fand ebenso Anklang wie die gekonnte Lesung. Bücher wurden eifrig gekauft und signiert. Und als Fazit darf von einem rundum gelungenen, hochstehenden kulturellen Anlass gesprochen werden.

Viele der Besucher verabschiedeten sich mit der Bemerkung: Wir freuen uns auf das nächste Mal!

(-ff-)

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