Stumpf, Daniela: Quassel der Faulbär

Daniela Stumpf schreibt die reizende Geschichte von einem kleinen Bären und seiner Suche nach dem ganz persönlichen Glück und illustriert sie auch gleich selber.
Ein Bilderbuch für Kinder von 3 - 6 Jahren.

 

zu Daniela Stumpf

 

IL-Verlag, Juli 2020

Hardcover, ca. 40 S.
IBAN: 978-3-907237-21-2

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Mit Kinderbüchern eine belastende Zeit verarbeiten

(Bericht auf www.primenews.ch)

«Quassel der Faulbär» ist auf der Suche nach seinem persönlichen Glück. Vieles im neuen Kinderbuch von Daniela Stumpf hat autobiographische Züge. Bild: Brooke Keller

von Brooke Keller

Gut gelaunt erscheint Daniela Stumpf auf der Redaktion von Prime News. Auf einem Tisch breitet sie ihre mitgebrachten Bücher aus – darunter auch ihr neustes Werk «Quassel der Faulbär» – ein Kinderbuch über einen kleinen Bären auf der Suche nach seinem persönlichen Glück.

Die 57-jährige Versicherungsspezialistin ist in der Öffentlichkeit vor allem als SVP-Grossrätin bekannt, die sich dezidiert für ihre politischen Überzeugungen einsetzt. Doch daneben gibt es auch die weiche, verletzliche Seite, die in ihren Texten über den Faulbär oder  «Hexi und das Gespenst», wie ein anderes Kinderbuch von Stumpf heisst, autobiographisch zum Ausdruck kommen. 

Im Leben der Riehenerin gab es denn auch Zeiten, die weniger rosig waren. Im Gespräch mit Prime News erzählt sie offen darüber.

Leben am Existenz­minimum

«Die Manuskripte für die Kinderbücher entstanden bereits vor 30 Jahren. Nun ist der Moment gekommen, sie zu publizieren», sagt Stumpf.

Damals war sie alleinerziehende Mutter von zwei kleinen Kindern und auf sich alleine gestellt, nachdem sie sich von ihrem Mann getrennt hatte. Der Sohn besuchte den Kindergarten, die Tochter die Primarschule.
«Wir lebten am Existenzminimum. Für teure Spielsachen und Bücher fehlte mir das Geld».

Das liess die Mutter in der Not erfinderisch werden. Stumpf fing an, für und mit ihren Sprösslingen ihre eigenen Kinderbücher zu schreiben. Der Gedanke, die Geschichten zu veröffentlichen, kam bei ihr erst später auf.

«Quassel der Faulbär», dieses Jahr erschienen im Basler IL-Verlag, ist die persönliche Verarbeitung eines schwierigen Lebensabschnitts. Die farbigen Bilder, welche das Buch illustrieren, seien «in schlaflosen Nächten» entstanden, erinnert sie sich. 

Sie zeigen den lebendigen Bären in verschiedenen Momenten: Vor dem Fernsehen sitzend, schlafend im Bett, im Spital oder auf dem Weg zum Postboten.

Dazu heisst es im Text:

«Quassel lebte sehr zurückgezogen und wurde immer griesgrämiger. Er hatte schon viele Monate mit keinem Bären mehr gesprochen. Den einzigen Bären, den er ab und zu sah, war der Post-Bär.»   

Sie sei extremen Belastungen ausgesetzt gewesen und an ihre Grenzen gekommen, sagt Stumpf rückblickend. «Es gibt Situationen im Leben, in denen alles über einem zusammenbricht. Das sind die Tage, an denen man am liebsten das Bett erst gar nicht verlässt.» 

 

Davon handle das Kinderbuch – aber auch von der Wichtigkeit, nicht aufzugeben, rauszugehen und den Kontakt mit den Menschen zu suchen.

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Der IL-Verlag, Basel, wird in den Jahren 2019 und 2020 vom Bundesamt für Kultur - BAK - unterstützt.

 

Die Publikation des Titels 'Seelenwege. Verheissung einer Vatersprache' wird verdankenswerterweise von der Stadt Winterthur, der Gemeinde Fontenais sowie der Oertli-Stifung unterstützt.